Bete mutig - lebe geführt

Jakobus 1,5 | Psalm 51,10-14 | Psalm 30,5-6 u.a.

Wie gut ist es, dass wir wissen dürfen: Gott gibt gern Weisheit. Wenn wir Sein Wort betrachten, dürfen wir Ihn bitten, dass Er uns die Augen öffnet, damit wir verstehen, was Er sagt. Jakobus 1,5 verspricht uns:

„Wenn es aber jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern gibt und niemanden schilt; so wird sie ihm gegeben werden.“ Mit diesem Vertrauen wollen wir uns sieben geistliche Lektionen anschauen – sieben Wahrheiten, die unser Gebetsleben verändern können und unser geistliches Wachstum fördern.


1. Dein Anfang bestimmt nicht dein Ende

Psalm 30,5-6:

„Denn sein Zorn währt einen Augenblick, und lebenslang seine Gnade; den Abend lang währt das Weinen, aber des Morgens ist Freude.“

Vielleicht bist du mit Ablehnung, Scham oder Zerbruch in dein Leben gestartet. Vielleicht sieht dein Anfang nicht schön aus. Aber mit Gott bedeutet dein Anfang nicht dein Ende. Er schreibt deine Geschichte neu! Denk an Jakob, Josef, Gideon oder Petrus – sie alle begannen schwach, aber mit Gott wurden sie zu Gefäßen seiner Gnade. Gottes Gnade ist stärker als dein Start.


2. Gebet ist kein letzter Ausweg – es ist der erste Schritt

Jakobus 5,16:

„Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist.“

Jabez, von dem wir in 1. Chronik 4,10 lesen, hat nicht gewartet, bis alles hoffnungslos war. Er rief den Gott Israels an und sprach: „Ach, dass du mich segnetest und mein Gebiet mehrest und deine Hand mit mir wäre und schafftest, dass mich kein Übel bekümmere! Und Gott ließ kommen, worum er bat.“ Er hat nicht nur geträumt – er hat gebetet. Und Gott hat sein Gebet erhört. Warte nicht, bis du am Ende bist – beginne mit Gebet!

 


3. Bete mutig – der Himmel kennt keine Grenzen

Matthäus 7,7:

„Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.“

Wie oft schränken wir unsere Gebete ein: „Ich will Gott nicht mit Kleinigkeiten belästigen“ oder „Das ist zu groß – das kann ich nicht erwarten.“

Aber der Himmel hat keine Engpässe! Gott hat keine begrenzte Zahl an Wundern. Sei mutig – sprich große, glaubensvolle Gebete!


4. Gottes Plan ist größer als dein Horizont

Jeremia 29,11:

„Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe … Gedanken des Friedens.“

Gott hat einen Plan für dich – weit über das hinaus, was du dir vorstellen kannst. Er möchte dein Einflussgebiet erweitern, deine Berufung stärken und dich aus der Enge deines Denkens herausholen. Wie Jabez dürfen wir bitten: „Herr, segne mich und erweitere mein Gebiet!“ (1. Chr. 4,10)
Wachstum beginnt, wo du aufhörst, klein zu denken.


5. Suche Gottes Gegenwart – nicht nur seine Gaben

2. Mose 33,15:

„Wo nicht dein Angesicht vorangeht, so führe uns nicht von hier hinauf.“

Mose wusste: Es reicht nicht aus, gesegnet zu sein. Wir brauchen Gottes Nähe. Seine Hand, Seine Leitung, Seine Gegenwart. Bete nicht nur: „Herr, öffne mir eine Tür“ … sondern: „Herr, geh mit mir hindurch!“ Segnungen ohne Gottes Führung können gefährlich werden.


6. Bitte um Bewahrung vor dem Bösen

Matthäus 6,13:

„Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.“

Wir brauchen nicht nur Versorgung, sondern auch Bewahrung. Wenn Gott dich segnet, bete auch: „Herr, halte mein Herz demütig!“
Erfolg kann gefährlich sein, wenn er uns stolz oder selbstsicher macht. Beten heißt auch: Herr, beschütze mich vor mir selbst.


7. Bete im Namen Jesu – im Einklang mit Gottes Willen

Johannes 14,14:

„Wenn ihr etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun.“

Jesus zu bitten bedeutet nicht, einfach seinen Namen an unsere Wünsche zu hängen. Es bedeutet: im Einklang mit seinem Herzen, seinem Willen und seiner Mission zu beten. Wenn du Gott von Herzen suchst, wird Er sich dir zuwenden. Er wird das tun, was deinem und seinem Ziel dient – zu Seiner Ehre.


Schlussgedanke & Gebet

Gebet ist nicht nur eine Notlösung. Es ist die Lebenslinie.
Wenn du heute etwas mitnimmst, dann dies:

„Bete mutig – lebe geführt!“

  • Bete mit Erwartung – Gott ist größer als deine Umstände.
  • Bete mit Hingabe – suche sein Angesicht, nicht nur seine Gaben.
  • Bete mit Demut – erkenne an, dass du Seine Leitung brauchst.

Psalm 51,10-12 zeigt uns, wie alles anfängt:

„Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz … Nimm deinen heiligen Geist nicht von mir.“

 „Herr, erneuere unseren Geist, fülle uns mit deiner Freude, lehre uns, mutig zu beten – und sei du unser ständiger Begleiter. Amen.“

Ursula Herzog-Germann
03.08.2025