Missionsgemeinde Heppenheim

Unterwegs für das Reich Gottes in Vietnam

Liebe Freunde im Leib Christi,

wiederum war es Pastor Günther Geier und mir ein Anliegen zu sehen, wie es den Agape Gemeinden in Hanoi und Saigon, Vietnam geht. Ich kenne Pastor Vinh, den Gründerpastor in Saigon seit den -90er Jahren und kann nur staunen, welche Aufbau-Arbeit er und seine Gemeinden in Vietnam geleistet haben.

In 19-stündiger Reise flogen wir über Bangkok zuerst nach Hanoi. Dort hat Pastorin Ruth (Thoa) vor vielen Jahren in ihrem Wohnzimmer diese kleine Gemeinde angefangen, die sich bis zu 80 Gliedern entwickelt hat. Als sie Christin geworden war, hat sich ihr damaliger Mann von ihr und den beiden Töchtern getrennt. Sie weiß ein wenig, was Verfolgung um des Namens JESU willen in diesem kommunistischen Land bedeutet. 

Apostelgeschichte 15,35-36: Paulus und Barnabas aber blieben in Antiochia, lehrten und predigten mit vielen anderen das Wort des HERRN. (36) Nach einigen Tagen sagte Paulus zu Barnabas: Lass uns wieder aufbrechen und in allen Städten, in denen wir das Wort des HERRN verkündigt haben, nach unseren Brüdern sehen, wie es um sie steht.“

In den letzten zwei Jahren kam ein gläubiges Geschäftsehepaar in die Gemeinde, die meinten, die Gemeindeführung ganz neu gestalten zu müssen. Doch stieß dieses Vorhaben auf Widerstand. Schließlich verließ dieses Ehepaar diese Gemeinde (wie sie es in anderen Gemeinden auch schon getan hatten) und nahm 26 Glieder der Gemeinde mit sich. Mir kommt der Vers in 1.Timotheus 3,14 in den Sinn: „Dies schreibe ich dir in der Hoffnung, recht bald zu dir zu kommen; (15) für den Fall aber, dass ich verziehe, sollst du wissen, wie man sich verhalten muss im Hause des HERRN, das ja die Gemeinde des lebendigen Gottes ist, die Säule und Grundfeste der Wahrheit.“  

Das Verhalten dieses Christenehepaares war kein gutes im Hause des HERRN gewesen. Als Günther und ich zu der Gemeinde kamen, haben wir versucht, die Glieder aufzubauen und das sie in der Liebe Gottes weitermachen. Was sie auch tun. Danach flogen wir nach Saigon. Nach zwei gesegneten Seminartagen im Gemeindehaus der Agape Gemeinde in Saigon-Süd, predigten wir am folgenden Sonntag in drei Gemeinden.

Sonntagmorgen predigte ich in Englisch in dem internationalen Gottesdienst der Young Generation Church über die Braut, die zur rechten des Königssohns in Goldschmuck steht, aus Psalm 45. In diesem Gottesdienst waren Christen aus zehn verschiedenen Ländern anwesend. Am Nachmittag übersetzte ich Pastor Günther von deutsch auf Englisch und Angel übersetzte auf Vietnamesisch, als er über die vier Ströme aus dem Garten Eden und den Lebensstrom des Geistes sprach. Anschließend hatte Günther für viele Anwesenden persönliche prophetische Worte, die freudig angenommen wurden. Das zeigte wieder einmal, wie wichtig die Ausübung dieser Gaben des Geistes in der Gemeinde ist, und dass die Lehre über ein Aufhören dieser Gaben nach der ersten Christengeneration einfach absurd ist.                

Pastor Vinh ließ uns immer zu den einzelnen Versammlungen von einem jungen Christen abholen, der als Touristenführer in Saigon arbeitet und fließend deutsch sprach. Ihm konnte ich dann christliche Literatur in deutscher Sprache überreichen. Am 29. 9. flogen wir in einer 20-stündigen Reise wieder zurück nach München. Später erhielt ich aus Saigon eine WhatsApp-Nachricht: Preis dem HERRN für den sicheren Flug. Danke, dass du nach Vietnam gekommen bist, Bruder Klaus. Möge Gott immer mit dir sein, dich stärken und dich in großartiger Weise durch Seine Hand gebrauchen. Friede und Segen für dich.

Mit frohem Gruß in Christus JESUS

Klaus Püplichhuisen (87)