Ukraine - Geschichte

Hilfe für die Ukraine - seit über 25 Jahren

Wie hat alles begonnen? Die Missionsreisen mit Hilfsgütern begannen 1992, als Benjamin Adler mit seiner Frau Vera von Astrachan am Kaspischen Meer nach Deutschland kam und sich der Missionsgemeinde in Heppenheim (damals ein Zweig der OHM e.V.) angeschlossen hat. Das Ehepaar Adler hatte ein Herz für Arme und Schwache in Osteuropa

und brachte aus diesem Grund insgesamt 85 Mal Hilfsgüter in die Ukraine. Mehr als 350.000 km - mit vielen hundert Tonnen Kleidung, Schuhen und Lebensmitteln, landwirtschaftlichen Geräten, Werkzeugen und auch christlicher Literatur - wurden zurückgelegt, um den notleidenden Menschen zu helfen. Die Fahrten waren sehr beschwerlich, da Benjamin damals noch mit einem alten Transporter unter schwierigen Umständen unterwegs war.
Nach dem unerwarteten Tod von Benjamin Adler 2002 wurde diese Arbeit mit sehr viel Engagement von Siegfried Schreiber, Vorstandsmitglied der OHM, drei Jahre weitergeführt. Er hat unglaublich viel für die Menschen in der Ukraine geleistet. Da er viele Spenden von Firmen bekam, konnten außer den Kleiderspenden viele Hygieneartikel, Baumaterial und auch medizinische Geräte an Bedürftige weiter gegeben werden.

2005 reiste ein zahnmedizinisches Team mit Siegfried in die Ukraine, um die Menschen zu versorgen. Tragischer Weise verunglückte er, sein zukünftiger Schwiegersohn und zwei Arzthelferinnen tödlich auf dem Heimweg. Ein großer Schmerz und Schock für uns alle! Sehr traurig suchten wir Trost bei unserem Vater im Himmel.Aufgrund der großen Not in der Ukraine, stellte sich die Frage: „Machen wir weiter?“ Das Leid der Menschen in der Ukraine und Kirgisistan bewegte auch das Herz von Alexander Propp. Er ist ein Schwiegersohn von Benjamin und Vera Adler. Schließlich entschloss er sich, diese Arbeit in Verantwortung zu übernehmen, wofür wir sehr dankbar sind. Treue Weggefährten von Alexander sind u.a. Hans Wilhelm Kanold, Willi Stoike, aber auch seine Frau Nelli lässt es sich nicht nehmen, ihn des Öfteren zu begleiten. Sehr viele Tonnen Hilfsgüter gingen seither auf die Reise in den Osten. Neben vielen Sammelaktionen, die Alexander durchführt, wurden an verschiedenen Sammelplätzen – Ernsthofen, Frau Christa Gillmann und Fürth-Erlenbach, Frau Elke Assmus, jetzt Tochter Sabine sowie Elfriede Reyer- in den vergangenen 20 Jahren viele tausend Bananenkartons Kleidung sortiert, verpackt und bereitgestellt. Riesige LKWs wurden geladen und auf die Reise geschickt. 

 
Da es mit dem Zoll immer schwieriger wurde, bringt Alexander nun die Hilfsgüter mit einem Sprinter, meistens voll gepackt mit 10 kg-Säcken, über die Grenze. Beim Verteilen helfen einige Geschwister aus der Ukraine, die Alexander schon lange kennt.

Auch Schulen und Gefängnisse werden bei Einsätzen von Alexander und seinen Begleitern besucht. Viele persönliche Kontakte konnten geknüpft werden. Dies alles ist nur möglich, weil viele treue Missionsfreunde mit ihren Gebeten und Gaben seit fast 25 Jahren hinter dieser Arbeit stehen.
Wir wollen die Menschen dort nicht vergessen und werden weiter helfen. Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen, solange uns der Herr diese Arbeit tun lässt.